Praktizierte Willkommenskultur: Vorreiter für einen vergessenen Wert

Die Flüchtlingssituation in Deutschland und die Mission Gottes

Die aktuellen Flüchtlingszahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Rund die Hälfte der 70 Millionen Flüchtlinge weltweit sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Sie sind in den Gemeinschaftsunterkünften unserer Städte und Kommunen, in unseren Kitas und Schulen längst angekommen. Der Weg und die Bemühungen von unserer „Willkommenskultur“ hin zu einer Kultur der Inklusion und echten Teilhabe an unserer Gesellschaft sind nicht einfach, aber notwendig und – wie wir meinen – sehr lohnenswert. Als christliche Bildungsorganisation sehen wir uns einem Menschenbild verpflichtet, welches jeden Mensch dieser Erde als einzigartiges, von Gott geliebtes Geschöpf betrachtet. Sich der Not anderer anzunehmen, Nächstenliebe zu üben, Freundschaften zu entwickeln und Fremden eine Heimat zu geben ist Teil der Mission Gottes und somit biblischer Auftrag und Teil unserer Verantwortung als Christen. In Menschen mit Flüchtlingshintergrund zu investieren, ihnen Aufmerksamkeit, Zeit, Liebe, Wertschätzung, Sinn, Lebensfreude und Entwicklungschancen zu ermöglichen, sind Aufgaben denen wir uns verpflichtet fühlen. Damit leisten wir als gemeinnützige Organisation einen Beitrag und eine Hilfestellung zu einem hochaktuellen und brisanten gesellschaftsrelevanten Thema.

Vision & Mission Statement Biblische Motivation
„Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.“ (Levitikus 19,33-34)

Vision Statement (Was wir wollen)
Wir wollen eine praktische nachhaltige Antwort auf die Not der vielen Flüchtlingen in unserem Land geben. Wir wollen einen relevanten Beitrag leisten, um sie in einer für sie neuen Kultur zu integrieren und um ihnen langfristig eine Heimat zu ermöglichen. Durch diese Willkommenskultur und den gelebten biblischen Werten, wünschen wir uns für sie Zugang zu finden zu neuer Hoffnung und zu einem neuen Leben durch das Evangelium.

Mission Statement (Wie wir das erreichen wollen?)
Dies geschieht durch situations- und bedarfsbezogene Mitarbeit, Beratung und Entwicklung vorhandener und neuer Projekte in der Flüchtlingshilfe, in denen ein transformativer Prozess aller Beteiligten bewirkt werden soll bei dem die christliche Botschaft kontextualisiert gelebt wird.
TeachBeyond hat sich mehrere Ziele gesetzt, für die es zu investieren lohnt:

Integrative Hausgemeinschaft: Das „Haus Blauen“, ein ehemaliges Mädcheninternat unserer Black Forest Academy, soll demnächst als Wohnunterkunft für eine größere Flüchtlings-WG und für zwei Flüchtlingsfamilien genutzt werden.

Die behördlichen Auflagen in Sachen Sicherheits- und Brandschutz für die Umnutzung als Flüchtlingsunterkunft sind hoch. Eine der Forderungen lautet z.B. eine Außentreppe als Fluchtweg anzubringen. Eine kostspielige, aber dringend erforderliche Maßnahme. Für die Terrassenerneuerung des Hauses sowie Renovierungsarbeiten an Wänden und Böden sind weitere Investitionen notwendig. Auch fallen interne Mietzahlungen sowie weitere Kosten für die Unterhaltung als Flüchtlingsunterkunft an.

Fortbildung: Unsere beiden Mitarbeiterinnen, die sich seit September 2015 hauptamtlich in der Flüchtlingsbegleitung engagieren, haben eine Ausbildung zur Integrationsbegleiterin beim „Europäischen Institut für Migration, Integration und Islamthemen“ in Korntal begonnen. Dort lernen sie, warum für Christen das Thema Migration von hoher Bedeutung ist. Sie erschließen die christlich-theologische Perspektive der Migration, entdecken den Reichtum und die Chancen und werden sensibilisiert für unterschiedliche Kulturen. Das Ziel: eine gelingende Integration und ein konstruktives Miteinander der Menschen in unserem Umfeld.

Computertraining: In einem Kompaktkurs „Basic Computer Training“ werden wir ab Oktober 2015 jungen Flüchtlingen aus Afrika helfen, sich auf ihren beruflichen Einstieg in Deutschland vorzubereiten. Einer unserer IT-Mitarbeiter, übernimmt hierbei die Schulungseinheiten.

Alltagstraining: Gemeinsam mit einem der größeren Flüchtlingsvereine der Region entsteht derzeit ein Lernprogramm, das den vielen Fragestellungen der Flüchtlinge in ihrer Alltagsbewältigung Rechnung tragen soll.

Sie möchten unsere Arbeit in einem dieser Flüchtlingsprojekte finanziell mittragen?
Dann freuen wir uns über Ihre Unterstützung.