Eine Freundschaft mit Zukunft – TeachBeyond und „Christian Associates“

Was passiert, wenn man mit Menschen zu tun hat, die an Gott interessiert sind, aber niemals in eine „normale“ Gemeinden gehen würden? Man gründet mit ihnen gemeinsam eine neue Gemeinde, deren Form von den Menschen selbst gestaltet wird.


 

Die „Christian Association“  https://www.christianassociates.org ist seit 48 Jahren mit diesem Anliegen unterwegs und gründet weltweit missionale Gemeinden unter Menschen, die erstmal keine typischen Kirchenbesucher sind. Des Weiteren liegt darin auch die Überzeugung zu Grunde: Gründet nicht eine Gemeinde, sondern pflanzt das Evangelium! Eine neue Gemeinde ist demnach die logische Konsequenz, wenn das Evangelium in dem Leben von Menschen gepflanzt wird und diese zum Glauben kommen. Klar, dass diese Gemeinschaften anders aussehen werden, wie man es beim ersten Gedanken vermutlich erwarten würde. Solche Experimente insbesondere unter Künstlern zu tun ist Marcus Fritsch, dem Europa Leiter von Christian Associates (C.A.), ein großes Anliegen. „Wir suchen Mitarbeiter die bereit sind, außerhalb der Box zu denken!“ Es geht darum Mission zu betreiben und sich in das alltägliche Leben zu investieren. Das beinhaltet sich in die Kultur einzuweben, Beziehungen zu bauen und die Menschen in Berührung zu bringen mit dem christlichen Glauben, der für die meisten ein unbekanntes Lebenskonzept ist. Wer dies mit Leidenschaft tun möchte, braucht die Bereitschaft außerhalb der Box zu denken und lange Wege mit den Menschen zu gehen.

 


Europa, und in unserem Fall Deutschland, muss mehr und mehr über die Gründung von neuen Gemeinschaften nachdenken. Gemeinschaften, die nicht einfach ein Gebäude anmieten und zu ihren Gottesdiensten einladen, sondern um Gemeinschaften, die aus einem kontextorientierten Engagement hervorgegangen sind. Wie bildet man solche Missionare und Gemeindegründer aus? Darum ging es in unserem Treffen mit Marcus Fritsch.


 

Als TeachBeyond Deutschland wollen wir gemeinsam mit C.A. über Möglichkeiten einer Weiterbildung die auf der Praxis beruht, nachdenken. Zukünftige Gemeindegründer brauchen hilfreiche Tools, um außerhalb der Box zu denken und um in neuen Kontexten Gemeinschaften zu gestalten, damit die Menschen in Berührung mit dem christlichen Glauben kommen, die Botschaft des Reiches Gottes kennen lernen und Jesus nachfolgen. Solche Gemeinschaften haben das Potenzial unsere Gesellschaft zu verändern.

TeachBeyond und Christian Associates – Eine Freundschaft mit Zukunftsperspektive.

Benjamin Rudolph, Leiter LEAP Network 

 

 

 

 

 

 

 

Kennen wir unseren Ort, in dem wir leben? Eine Gemeinde auf Zukunftskurs

Die Chrischona Gemeinde Efringen-Kirchen macht sich auf,  ihre Zukunft zu entdecken. Dabei stellen sie sich die Frage:


„Was hat Gott mit uns und den Menschen um uns herum vor? Wie gestalten wir unseren Gemeindealltag?“

In den eher dörflichen Strukturen von Efringen-Kirchen mit ca. 3.500 Einwohnern findet man eine florierende Infrastruktur: eine Schule, Bäckereien, Ärzte, einen Bahnhof, Kinderspielplätze, ein Industriegebiet sowie ein Flüchtlingsheim. Und: Hier trifft sich auch die Chrischona Gemeinde in eigenen Räumen. Der Clou: Sie wollen nicht nur darauf warten, ins Himmelreich zu kommen, sondern sehnen sich danach, Reich Gottes in ihrem Ort sichtbar werden zu lassen.

Im vergangenen Jahr haben wir in dieser Gemeinde unseren Grund- und Aufbaukurs durchgeführt https://www.leapnetwork.de, und beschäftigen uns unter anderem mit den Grundzügen der biblischen Mission, kontextuellem Gemeindebau, Veränderungsprozessen. Nun hat sich auch Gemeinde dafür entschiedenen, einen 2-jährigen Veränderungsprozess mit uns durchzuführen und ist bereit, sich in diesem Zuge auch unangenehme Fragen zu stellen.


„Kennen wir unseren Ort wirklich?“

Was brauchen die Menschen in Efringen-Kirchen? Sind wir wirklich bei den Menschen und sind wir bereit, mit ihnen gemeinsam Gemeinde zu gestalten? Was sind wir bereit, dafür aufzugeben?

Neben diesen Fragen ist die Gemeinde bereits aktiv in ihrem Ort engagiert, indem sie sich konkret in die Flüchtlingsarbeit investiert. Eine kleine Gruppe der Gemeinde sieht darin ihre Berufung und will diese als einen Teil der Gemeindearbeit entwickeln. Auch in der Jugendarbeit will man neue Horizonte entdecken.

“ Ich ziehe den Hut vor dieser Gemeinde, weil sie bereit ist, tiefe Themen anzugehen und praktische Schritte zu tun, um Gottes Reich mit kleinen Schritten sichtbar zu machen. Es geht nicht einfach nur um ein neues Projekt, sondern um die Entdeckung der missionalen DNA und Praxis der Gemeinde.“

Der Veränderungsprozess beinhaltet drei wesentliche Aspekte:

  • Leiterschaftstraining (2mal im Jahr zur Schulung und Reflexion der Praxis)
  • Crew-Training (5 Module werden über die zwei Jahre hinweg mit der Gemeinde durchgeführt, darunter: Kontextanalyse, Missionale Leiterschaft, Missionale Gemeinschaften gestalten, etc.)
  • Entdeckerboote (Praxisgruppen [z.B. Flüchtlingsarbeit] treffen sich alle 4-6 Wochen zur Gemeinsamen Reflexion und Entwicklung der Arbeit)

Dabei soll das große Bild nicht aus den Augen verloren gehen, sondern vielmehr sollen alle Lernerfahrungen dazu beitragen, dass die Gesamtgemeinde auf einen gemeinsamen Kurs einschwenkt, in dem jeder einzelne Bereich mit dem Großen und Ganzen vernetzt ist und auf diese Weise die Zukunft der Gemeinde gestaltet.

Autor: Benjamin Rudolph, Leiter LEAP NETWORK, theologische Abteilung von TeachBeyond

 

Unsere Lebensgeschichte prägt unsere Theologie 

„Wenn Du einen Menschen den Spiegel vorhältst, zeigst Du ihm vielleicht das wichtigste Bild seines Lebens.“  – Seth Godin

Als ich nach längerer Suche das Schild (siehe Foto) sah, war ich froh, beim Institut für Gemeindebau und Weltmission – kurz IGW – Frankfurt angekommen zu sein. Die Einladung war herzlich, die Studierenden sehr nett und aufgeschlossen. In der Stunde, die ich gestaltet habe, ging es um die Frage, woher ich weiß, wer ich bin. Für viele war es eine neue Erfahrung zu hören, dass nicht nur die Persönlichkeit und Gene das „Ich“ ausmachen, sondern auch das soziale Umfeld eine große Rolle spielt. Besonders intensiv war die Zeit, als wir gemeinsam der Beziehung unserer Lebensgeschichte zu unserer eigenen, privaten Theologie nachgespürt haben. Erfahrungsschätze wurden ausgetauscht und geteilt. 20 Studierende taten so einen Schritt in Richtung mündigem Glauben. Dieser beginnt immer mit der Reflexion darüber, was einen geprägt hat.

Katalysator sein
In der Austauschrunde wurde mir anhand der Beiträge klar, wie wichtig es ist, jungen Studierenden die Möglichkeit zu geben, ihre Persönlichkeit zu betrachten, und ihnen freundlich einen Spiegel vorzuhalten. Hier liegt der Anfang von Veränderung, von Transformation. Ich bin froh, an diesem Tag ein Katalysator für Veränderung gewesen zu sein. Transformative Bildung, Menschen verändern, damit sie Menschen mit der Botschaft Gottes verändern. Das ist das Herzstück von TeachBeyond.

TeachBeyond und FreshX – perfekte Partner


Was haben eine Kirchenbewegung und eine Bildungsinitiative gemeinsam?

Ein Fundament, ein Ziel und eine Mission. Ein Blick in eine perfekte Partnerschaft:

In den 90er Jahren fand in der Kirche Englands eine dramatische Entwicklung statt: jede Woche wurde eine Kirche geschlossen. Als Antwort darauf entstanden an verschiedenen Orten nicht neue Kirchen, sondern vielmehr neue Formen von Kirche. Der Begriff „Fresh Expressions“ (wörtlich: „Frische Ausdrucksformen“) wurde zur Bewegung mit heute ca. 3500 FreshX (die gebräuchliche Abkürzung) in Großbritannien.

Bereits Anfang 2000 fanden die englischen Entwicklungen Nachhall auf deutschem Boden und das FreshX Netzwerk Deutschland wurde gegründet. Bald trafen sich hier nicht nur Landeskirchen, sondern auch freie Werke zum Austausch, zum gemeinsamen Lernen und schliesslich auch zur Ausbildung von „FreshX-Gründern“. TeachBeyond tritt diesem Netzwerk bei mit dem Ziel die Ausbildungsprozesse bei unterschiedlichen Partnern zu fördern, wo möglich zu begleiten und als Mitveranstalter des „Runden Tisches für missionale Ausbildung“ eine Plattform aufzubauen, auf der ein offener Dialog zum Thema „Mission“ unter verschiedenen Ausbildungsstätten geführt wird. TeachBeyond bringt dabei Impulse verändernder Bildung mit ein und ergänzt die FreshX Bewegung und wird zugleich durch die Fülle, die Vielfalt und den Reichtum dieses Netzwerks beschenkt. Wir freuen uns auf den gemeinsamen, partnerschaftlichen Weg und die Zusammenarbeit.