„Schule war eine Erfindung von Christen!“

TeachBeyond  hat international drei Schwerpunkte:

  • Schulen vom Kindergarten bis zur 12. Klasse
  • Universitäten und Erwachsenenbildung
  • Informelle Bildungsangebote, z.B. English Camps

Dr. Peter Regez, im Vorstand von TeachBeyond Deutschland tätig, ist Leiter TeachBeyond von Europa, Eurasien und Teilen Afrikas.

Du hast mit deiner Frau eine aufwändige Reise nach Kinshasa getätigt. Warum?

TeachBeyond hat im September 2015 mit einer christlichen Schule in Kinshasa angefangen. Da wir fünf Jahre in Kinshasa gelebt und dort viele Kontakte haben, ging es mir und meiner Frau darum, das Netzwerk von Beziehungen für die Schule  zu stärken.

 Und gleich danach ging es nach Brasilien. Was ist dort das Ziel?

In Brasilien trafen sich der internationale Vorstand und das internationale Leitungsteam von TeachBeyond. In Curitiba im Süden des Landes fand schon 1965 die erste evangelistische Veranstaltung des Janz Teams statt, und ab 1970 wurde in der Stadt Gramado ein christliches Schulungs- und Freizeitheim aufgebaut. Es ist wichtig für den internationalen Vorstand, Arbeiten vor Ort kennen zu lernen.

Wie kommen eigentlich Kontakte zu TB Deutschland zustande?

Viele im Ausland hören einfach von uns und melden sich von sich aus. So fragten beispielsweise Leute aus  Tadschikistan: „Können wir nicht auch hier English camps haben, wie ihr sie habt?“ Oder dann kommt eine Anfrage aus dem Nordirak, wo jemand  eine Schule für jesidische Vertriebene aufbaut und Hilfe braucht, usw.. Ich nehme das Anliegen oder die Anfragen jeweils auf, auch wenn ich im Moment nicht weiß, wo wir helfen können. Es braucht viel Gebet, und manchmal öffnet sich unverhofft eine Tür zu einem Kontakt mit einer Person, die genau dieses Anliegen hat und helfen kann. .

Wenn dann so ein Kontakt steht: Worin besteht dann der Beitrag von TB?

Nun, zum einen versuchen wir, Mitarbeiter zu finden, treiben Teamentwicklung oder coachen die Teamleiter. Neulich habe ich deshalb die fünf Teach Beyond Lehrkräfte an der internationalen Schule in Spanien besucht.

Dein Hauptanliegen ist Vernetzungsarbeit….

Ja, das ist mein Anliegen: Vernetzung der Bildungsarbeiter mit einem geistlichen Anliegen auf verschiedenen Ebenen in verschiedenen Ländern.  Aber  mich treibt auch das Thema der Gründung von Schulen in Europa um. Es geht darum, im besonderen christliche Schulen auf eine breitere akademische Basis zu stellen und ihnen Niveau zu geben. Eine christliche Schule ist ja nicht eine zweite Kirche, sondern eine Schule.

Welche Art von Partnerschaft wünschen sich die oben angesprochenen Schulen?

Manchmal geht es darum, von TB global eine  Start-up Finanzierung zu bekommen oder im Bereich Administration Unterstützung zu erhalten. Bei bereits bestehenden internationalen Schulen ist unser Beitrag der, dass wir Lehrer rekrutieren, vorbereiten und aussenden. In einigen Städten in Tschechien und Ungarn arbeiten Lehrer von TeachBeyond auch an öffentlichen Schulen.

In welchen europäischen Ländern bietet TeachBeyond Dienste an?

Westeuropa/EU: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Spanien, Portugal, England, Tschechien, Ungarn.

Osteuropa und Russische Föderation: Weißrussland, Moldawien, Ukraine, Russland

Balkan: Albanien, Serbien, Kosovo

Dazu kommen einige Dienste in Zentralasien

Schwerpunkt Osteuropa: Wie ist diese Arbeit „im Osten“ eigentlich entstanden?

Als sich der Eiserne Vorhang öffnete entstanden Dienste unter Gemeinden und später auch die Möglichkeit, Lehrkräfte an internationale Schulen auszusenden.

Was die Bildungslandschaft in Frankreich betrifft, machst du derzeit interessante Beobachtungen… 

In den letzten 25 Jahren sind in Frankreich etwa zwanzig christliche Schulen entstanden. Letztes Jahr gab es 30 Initiativen zu Schulgründungen. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Gesetzgebung im Schulbereich ausschliesslich humanistische Bildung will und sich atheistisch gibt. Das führt bei vielen Eltern zu Unbehagen. Das Bedürfnis nach Werten und „religiöser“ Erziehung wächst.

Wie sieht die Situation in Deutschland aus?

In Deutschland gibt es bereits eine blühende Schullandschaft christlicher Schulen und wir fragen uns derzeit, wo wir bestehenden unter die Arme greifen können oder nach dem Modell der bilingualen Schule Christliche Schule Kandern (CSK) neue gründen. Dazu haben wir uns mit dem gesetzlichen Rahmen auseinandergesetzt und uns mit dem Vorstand der Freien Evangelischen Schule (FES) Lörrach sowie dem Vorstand des Verbands Evangelikaler Bekenntnisschulen Schulen (VEBS) zusammengesetzt. Das war ein Augenöffner für uns! Ich erinnere mich, wie ein leitender Vertreter der Bewegung christlicher Schulen sagte: „Schule war eine Erfindung von Christen!“

Du bist Leiter Europa – wie stemmt man diese Arbeit?  

Mit allen 20 Teamleitern führe ich einmal im Monat über das Internet ein Konferenzgespräch und gebe dazu ein Thema vor. Das war beispielsweise einmal das Thema „Funding raising“ oder die internationalen Regeln von TeachBeyond und ihre Umsetzung vor Ort.

Du hast da einen kühnen Traum….  

Am allerliebsten würde ich dazu beitragen in Deutschland eine Fakultät für christliche Lehrkräfte aufzubauen.

Der Knackpunkt ist ja der: Wir haben zwar christliche Schulen, aber wir haben keine Ausbildungswege, die spezifisch Lehrer für diesen Auftrag ausbilden.

Ein wunderschönes Zuhause, fern von Zuhause – das neue „Janz B&B“ in Kandern

Wir geben Reisenden ein Zuhause – fern von Zuhause!

So hatten wir diesen Monat einen Gruppe von neuen Missionaren, welche hier eine Schulungswoche verbrachten. Sie hatten das ganze Haus für sich, haben sich zum Mittag- und Abendessen in unseren Räumlichkeiten verpflegt und haben unseren Meetingraum als Schulungsraum genutzt. Sie sind in dieser Zeit zu einem Team zusammengewachsen, konnten sich durch das Zusammenwohnen kennenlernen und einander selbst auch dienen. Es bot ihnen ein sicheren Rahmen.
Eltern von BFA Schülern bieten wir nicht nur eine günstige Übernachtungsmöglichkeit, sondern haben durch die Erfahrungen von Michelle und Troy auch die Möglichkeiten, die Eltern in schwierigen Situationen zu unterstützen und zu begleiten.


Wir erleben sehr viel Begeisterung hier durch die Missionare und Menschen die von der ganzen Welt zu uns kommen und uns berichten, was Gott in den jeweiligen Einsatzorten tut. Und es ist wunderbar zu sehen, wie unsere Gäste sich untereinander anfreunden oder auch wiedertreffen.

Gebet benötigen wir für die Besetzung der Position von Michelle und Troy Gallagher, da diese ab Juni 2016 wieder nach USA zurückgegehen und dafür das Gott uns weiterhin Gäste bringt, sodass wir den Betrieb aufrecht halten können. Weiteres, auch das, was an Spendenaufkommen notwendig ist, ist dem neuen Spendenmailing zu entnehmen. Es geht diese Tage an Sie heraus.