Wandern im Schwarzwald, paddeln auf dem Altrhein

 

Die „Outdoor camps“ beginnen! 20 Mitarbeiter und 50 Teilnehmer wagen sich zu zwei Camps ins Freie, um Natur pur und Gottes Schöpfung zu erleben. Die Initialzündung zum Konzept „Outdoor“ erwuchs aus den English camps, als die Teilnehmer erlebten, dass ihnen plötzlich ein Baum vor den Füßen lag und sie diesen beseitigen mussten. Nur wie?

Ein schlauer Junge nahm die Handsäge und machte ihn mit anderen klein. Schon immer waren die English camps so gestaltet, dass man eine Nacht draussen verbrachte und der Natur auf vielfältigste Weise begegnete – nun aber wurde aus der Erfahrung mit dem Baum, der auf dem Weg störte, eine ganz neue Idee für eine neue Form von Camps geboren: gemeinsam Herausforderungen annehmen und dabei in der freien Natur jede Menge fürs Leben lernen!


Seit 2007  werden „Outdoor camps“ durchgeführt und erfreuen sich gerade bei Jungs großer Beliebtheit. Offline – Abenteuer erleben, in Hängematten schlafen, draußen kochen und miteinander in der Beziehung zum Schöpfergott wachsen – das sind im Zuge (auch) krank machender Digitalisierung zunehmend attraktive Bestandteile.

Für Jesse Frank  sind sie eine Art Lebensschulung für Jugendliche, trainieren sie für „emergency situations.“ Ein Motto dabei lautet „STOPP“ und steht für

S wie Stop

T wie think

O – wie observe

P – plan

P – pray

Bereits seit 20 Jahren ist Jesse Frank leitend mit von der Partie und entwickelt das Konzept mit Andreas Maier weiter.  Frank möchte nächstes Jahr drei Camps durchführen und hat bereits wieder ein neues Programm vor Augen. Er nennt es „Rucksackfreizeit“, das in Anlehnung an Jesu Vorbild dazu ermutigen soll, seinen „Rucksack“ immer wieder bei Jesus abzuladen und von ihm zu lernen.

 

„Nicht die Kirche hat eine Mission, sondern die Mission hat eine Kirche.“

Eine deiner Leidenschaften ist es, Gemeinden zum Wachsen zu bringen. Wie kommt das? 

Ich verwende hier gern ein Bild:  Wenn es am Abend in unserem Haus dunkel wird, dann macht es keinen Sinn, dem Tag die Schuld zu geben und zu sagen: Wie konntest du nur? Die Frage, die man sich in solch einer Situation stellen muss ist: „Wo ist denn das Licht? Genauso ist es, wenn Lebensmittel, insbesondere Fleisch schlecht und ungenießbar werden. Dann macht es keinen Sinn, die Schuld dem Fleisch zuzuweisen. Das passiert nun mal, wenn Bakterien sich vermehren können.


Die Frage die man stellen muss, ist: „Wo ist das Salz?“

Genauso ist es mit unserer Gesellschaft. Wenn wir Missstände in unserer Gesellschaft erkennen, wir den Eindruck haben, dass die Welt in der wir leben, ungerechter, dunkler und ungenießbar wird, dann macht es keinen Sinn, die Schuld allein bei der Gesellschaft zu suchen und sie damit allein zu lassen. Das ist nun mal so, wenn eine gefallene Menschheit sich selbst überlassen wird und der Egoismus ungehindert seinen Platz erobert.


Die Frage sollte daher sein: „Wo ist die Gemeinde? Wo ist das Volk Gottes? Warum durchdringt das Salz und das Licht (Mt 5) von Christus nicht unsere Gesellschaft und verändert die Welt?“


Meine Leidenschaft ist es, Gemeinden dazu zu verhelfen „Bewegungen“ zu werden, die in ihrem Umfeld einen Unterschied machen. Ich möchte Christinnen und Christen dazu motivieren, als Salz und Licht den ihren von Gott gegebenen Platz bewusst als einen Ort zu sehen, an dem Gott sie haben und gebrauchen will. Ich träume von einer Bewegung, die unsere Gesellschaft mit dem Evangelium durchdringt, einer Revolution, die das Dunkel und Ungerechte in dieser Welt nicht akzeptiert und durch eine Alternative infrage stellt. Gemeinden, die das Gute sehen und fördern, sich mit dem StatusQuo unserer Gesellschaft nicht zufrieden geben und froh das Evangelium verkündigen, so dass Menschen angestoßen werden über Gott nachzudenken. Wenn man Gemeindewachstum in diesem Sinne versteht, dann ist das meine Leidenschaft.

Manchmal sind Gemeinden geschlossene Systeme und wehren sich gegen Veränderung. Was ist in Efringen Kirchen anders? 

Die Chrischona Gemeinde Efringen-Kirchen begegnet einer Herausforderung, der viele Gemeinden in unserem Land begegnen. Wir erleben eine Gesellschaft, in der der christliche Glaube nicht mehr die Leitkultur ist, die Menschen mehr und mehr kein Interesse am christlichen Glauben und der Großteil der Menschen vergessen haben, dass sie Gott vergessen haben. „Wo können wir ansetzen und die Menschen in Berührung bringen mit dem Evangelium, wenn wir zur gleichen Zeit wissen, dass die Menschen unsere Veranstaltungen nicht besuchen?“ Hilflosigkeit und Sorge macht sich in unseren Gemeinschaften breit, viele Gemeinden schrumpfen und man weiß: Der Letzte macht das Licht aus! So ist die Situation in vielen Verbänden und Gemeindebewegungen. Hinrich Wichern hat gesagt: „Wenn die Menschen nicht zu uns kommen, dann müssen wir eben zu ihnen gehen.“ Der gesellschaftliche Wandel, die damit verbundene missionarische Herausforderung und das Wissen um Jesu Auftrag: Geht hin – ist die Quelle und Motivator der Gemeinde in Efringen-Kirchen um auch Veränderung und die damit verbundenen Prozesse bewusst zu gestalten.

Am Wochenende habt ihr in Efringen-Kirchen eine Potenzialanalyse durchgeführt. Was war das Ziel? 

Das Ziel dieses Tages war es, der Gemeinde dabei zu helfen, ihr Potenzial zu entdecken und zu entfalten. Jede Gemeinde hat von Gott Gaben, Fähigkeiten und Ressourcen bekommen, um ihre Sendung vor Ort zu leben. Eine Potenzialanalyse hilft diese Dinge zu sehen und damit zu träumen – eine Fähigkeit die wir an vielen Orten verloren haben.

Wozu braucht es sowas? Reicht nicht viel Gebet aus?

Der eigentliche Akteur ist Gott. Da brauchen wir uns nichts vormachen. „Nicht die Kirche hat eine Mission, sondern die Mission hat eine Kirche“. Gott ist bereits an der Arbeit. Er durchdringt die Welt in der wir leben. „Es ist wie mit dem Mann, der Gott darum gebeten hat, im Lotto zu gewinnen. Viele Male sprach er dieses Gebet! Bis Gott antwortete: Es ist ja schön, dass du dafür betest im Lotto zu gewinnen, aber füll doch bitte mal ein Lottoschein aus!“

So ist Gebet fundamentaler Begleiter in unseren Gemeinden die beten: „Dein Reich komme!“ oder unser Wunsch danach, dass Menschen Christus kennen lernen. „So wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ – in die Welt.


Die betende Gemeinde ist eine präsente Bewegung in der Welt.

Kannst du die einzelnen Schritte kurz beschreiben, die eine Gruppe bei einer Potenzialanalyse durchläuft?

Das kommt ganz auf die Situation der Gemeinde an. Es gibt ein Grundprogramm für diesen Tag, das jedoch mit einer hohen Flexibilität gestaltet und durch verschiedene Methoden gefüllt werden kann. Wichtig für diesen Tag ist der gemeinsame Anfang mit dem Wort Gottes, Lieder und Gebet. Darauf folgen Interaktionen die die Gemeinde mit dem Thema sensibilisiert. Jedes Gemeindeglied profitiert von den Interaktionen. In Efringen-Kirchen bot sich dann als Hauptteil die SWOT Analyse an, in denen man die Stärken und Schwächen der Gemeinde, sowie anstehende Chancen und Gefahren analysiert. Zusammenfassungen und Diskussionen über die Ergebnisse sind Teil des ganzen Prozesses und schließen den Tag auch ab.

Was blieb für die Efringer am Ende des Tages an Erfolg/Frucht?

Ich denke die Gemeinde hat sehr stark wahrgenommen, dass in ihr viel Potenzial vorhanden ist. Es ist eine Gemeinde mit einem diakonischen Schwerpunkt. Ihre Stärken passen zu dem Bedarf des Dorfes, weshalb sie sich auch sehr stark in die Flüchtlingsarbeit engagieren und diese ausbauen wollen. Es gibt aber noch sehr viel mehr Perspektiven. Die Gemeinde bekommt am Ende des Tages Hausaufgaben mit, die sie anleiten weitere Schritte zu tun und die Potenzialanalyse effektiv für die Zukunft der Gemeinde zu nutzen. In einer bereits geplanten Gemeindeleitungssitzung werden wir als nächsten Schritt den Tag und die Ergebnisse reflektieren und anwendbar machen.

Kann man die Potenzialanalyse für seine Gemeinde als Dienstleistung der Abteilung Theologie&Innovation buchen? Wie muss man vorgehen?

Natürlich! Das ist unser Anliegen. Wir wollen, dass viele Gemeinden ihr Potenzial entdecken und ein Segen sind für ihr Umfeld. Die individuellen Anfragen können per Mail geschehen oder direkt über ein persönliches erstes Telefonat,  um sich vorzutasten und eventuelle Projekte auszuhandeln. brudolph@teachbeyond.org. Mehr Infos: https://teachbeyond.de/was-wir-machen/theologie-innovation/

 

„Hu-Hu-Hu!“: Wir machen es wie die Isländer, wir feuern euch an! Vorbereiten der English camps.

52 Teilnehmer im Alter von 14 – 17 Jahren aus ganz Deutschland, 22 Betreuer aus den Staaten und Kanada. Geführt von einem Leitungsteam, bestehend aus einem Theologen, einem Koch, einer Administratorin, und fünf Englischlehrern. Im schönen Kandern, im Haus Palmgarten. Das doch kann nur gut werden! Leiter Steve Fladda hofft, dass „wir zu einem wirklich guten Team zusammenwachsen.“

Das Thema der diesjährigen English Camps lautet: „Back to life.“ Dieses soll in coolen Inputs vertieft werden. Neben viel Spaß wird aber auch an der englischen Sprache gearbeitet. Täglich drei Stunden wird gepaukt!

 


„American food, american bible time, american songs, american fun!“ Auch die drei Mitarbeiter in der Küche richten sich ganz darauf ein: Auf dem Speiseplan stehen: Grilled Ham & Cheese; Tomato & Blue Cheese Soup; Pork Chops w/ Mushroom Sauce; Rice; Broccoli. Baked Potato Bar; Chili; ColeslawBurgers; Fries; Green SaladGreen Salad.Chicken Noodle Soup; Colonial Cheesy Bread; Green Salad und vieles mehr.

Die Mitarbeiter aus den Staaten und Kanada werden für sich klären können, ob sie möglicherweise bei TeachBeyond arbeiten möchten oder eine gewisse Zeit in Deutschland zubringen.