Gästehaus Winterhalter erhält eine neue Bestimmung

Das ehemalige Gästehaus Winterhalter eröffnet neu mit dem „Janz B&B“ seine Türen. Alle Kanderner Bürger sind am 24. und 25. Oktober von 14 – 17 Uhr eingeladen, das neue Team und frisch gestaltete Haus zu besichtigen.  

Die Schlüsselübergabe des mit dem Eigentümer Bernhard Winterhalter erfolgte gestern im Beisein vom Frank Moll, Geschäftsführer beim Trägerverein „TeachBeyond“ ehemals Janz Team.

Das „Janz B&B“ befindet sich im Herzen Kanderns direkt am Lippisbach und verfügt über 5 Doppelzimmer Zimmer mit Dusche und WC, sowie einem Familienbereich mit 3 Zimmern für bis zu 5 Personen. Das internationale Gastgeberteam Michelle und Troy Gallagher aus den USA und Nadine Aigner aus Deutschland möchte seinen Besuchern Erholung und ein Wohlfühlen in Kandern ermöglichen. Es verspricht sich von der idealen Lage eine hohe Attraktivität: Das Janz B&B ist nur wenige Gehminuten von Kanderns  Einkaufsstrasse mit Töpfereigeschäften, in Cafes und Restaurants entfernt und öffnet die Tür zum Schwarzwald.

Die Geschichte des Hauses ist einzigartig

Käthe Winterhalter, die Mutter des vergangenen Bürgermeister Kanderns, Bernhard Winterhalter, hat dieses Haus 50 Jahre als Gästehaus geführt. Es war ihr Wunsch, dass dieses Haus einst vom „Janz Team“ weitergeführt wird. Und so hat sich die heutzutage unter TeachBeyond bekannte Organisation mit Freude dieser Herausforderung angenommen und nutzt die Räumlichkeiten, reisenden Mitarbeiter im Umfeld der Black Forest Academy (BFA), aber auch den Kandern-Touristen als Gast gewinnen.

Praktizierte Willkommenskultur: Vorreiter für einen vergessenen Wert

Die Flüchtlingssituation in Deutschland und die Mission Gottes

Die aktuellen Flüchtlingszahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Rund die Hälfte der 70 Millionen Flüchtlinge weltweit sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Sie sind in den Gemeinschaftsunterkünften unserer Städte und Kommunen, in unseren Kitas und Schulen längst angekommen. Der Weg und die Bemühungen von unserer „Willkommenskultur“ hin zu einer Kultur der Inklusion und echten Teilhabe an unserer Gesellschaft sind nicht einfach, aber notwendig und – wie wir meinen – sehr lohnenswert. Als christliche Bildungsorganisation sehen wir uns einem Menschenbild verpflichtet, welches jeden Mensch dieser Erde als einzigartiges, von Gott geliebtes Geschöpf betrachtet. Sich der Not anderer anzunehmen, Nächstenliebe zu üben, Freundschaften zu entwickeln und Fremden eine Heimat zu geben ist Teil der Mission Gottes und somit biblischer Auftrag und Teil unserer Verantwortung als Christen. In Menschen mit Flüchtlingshintergrund zu investieren, ihnen Aufmerksamkeit, Zeit, Liebe, Wertschätzung, Sinn, Lebensfreude und Entwicklungschancen zu ermöglichen, sind Aufgaben denen wir uns verpflichtet fühlen. Damit leisten wir als gemeinnützige Organisation einen Beitrag und eine Hilfestellung zu einem hochaktuellen und brisanten gesellschaftsrelevanten Thema.

Vision & Mission Statement Biblische Motivation
„Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.“ (Levitikus 19,33-34)

Vision Statement (Was wir wollen)
Wir wollen eine praktische nachhaltige Antwort auf die Not der vielen Flüchtlingen in unserem Land geben. Wir wollen einen relevanten Beitrag leisten, um sie in einer für sie neuen Kultur zu integrieren und um ihnen langfristig eine Heimat zu ermöglichen. Durch diese Willkommenskultur und den gelebten biblischen Werten, wünschen wir uns für sie Zugang zu finden zu neuer Hoffnung und zu einem neuen Leben durch das Evangelium.

Mission Statement (Wie wir das erreichen wollen?)
Dies geschieht durch situations- und bedarfsbezogene Mitarbeit, Beratung und Entwicklung vorhandener und neuer Projekte in der Flüchtlingshilfe, in denen ein transformativer Prozess aller Beteiligten bewirkt werden soll bei dem die christliche Botschaft kontextualisiert gelebt wird.
TeachBeyond hat sich mehrere Ziele gesetzt, für die es zu investieren lohnt:

Integrative Hausgemeinschaft: Das „Haus Blauen“, ein ehemaliges Mädcheninternat unserer Black Forest Academy, soll demnächst als Wohnunterkunft für eine größere Flüchtlings-WG und für zwei Flüchtlingsfamilien genutzt werden.

Die behördlichen Auflagen in Sachen Sicherheits- und Brandschutz für die Umnutzung als Flüchtlingsunterkunft sind hoch. Eine der Forderungen lautet z.B. eine Außentreppe als Fluchtweg anzubringen. Eine kostspielige, aber dringend erforderliche Maßnahme. Für die Terrassenerneuerung des Hauses sowie Renovierungsarbeiten an Wänden und Böden sind weitere Investitionen notwendig. Auch fallen interne Mietzahlungen sowie weitere Kosten für die Unterhaltung als Flüchtlingsunterkunft an.

Fortbildung: Unsere beiden Mitarbeiterinnen, die sich seit September 2015 hauptamtlich in der Flüchtlingsbegleitung engagieren, haben eine Ausbildung zur Integrationsbegleiterin beim „Europäischen Institut für Migration, Integration und Islamthemen“ in Korntal begonnen. Dort lernen sie, warum für Christen das Thema Migration von hoher Bedeutung ist. Sie erschließen die christlich-theologische Perspektive der Migration, entdecken den Reichtum und die Chancen und werden sensibilisiert für unterschiedliche Kulturen. Das Ziel: eine gelingende Integration und ein konstruktives Miteinander der Menschen in unserem Umfeld.

Computertraining: In einem Kompaktkurs „Basic Computer Training“ werden wir ab Oktober 2015 jungen Flüchtlingen aus Afrika helfen, sich auf ihren beruflichen Einstieg in Deutschland vorzubereiten. Einer unserer IT-Mitarbeiter, übernimmt hierbei die Schulungseinheiten.

Alltagstraining: Gemeinsam mit einem der größeren Flüchtlingsvereine der Region entsteht derzeit ein Lernprogramm, das den vielen Fragestellungen der Flüchtlinge in ihrer Alltagsbewältigung Rechnung tragen soll.

Sie möchten unsere Arbeit in einem dieser Flüchtlingsprojekte finanziell mittragen?
Dann freuen wir uns über Ihre Unterstützung.

SMI Jubliläums-Edition 2015

Feiern Sie mit uns das zehnjährige Summer Music Instructive! Mit vielen Extras und natürlich Musik pur!

Das diesjährige Jubiläums-SMI ist bereits voll. Weiterhin ist es möglich, bei ausgewählten Abenden mit dabei zu sein: Am 04. August besuchen uns einige SWS Absolventen, die im Rahmen einer Charity-Tour Halt bei uns einlegen. „Musik für die Freiheit“ nennt sich das Projekt. Mit dabei u.a. Sarah Dorner, die beim diesjährigen Songtalent Contest Finale in Stuttgart mit dabei war. Beginn: 20 Uhr.

Am Freitag, den 7. August stehen die SMI Teilnehmer auf der Bühne und werden das diesjährige Repertoire zusammen mit ihren Bandcoaches präsentieren. Das wird erfahrungsgemäß ein großartiger Abschluss. Beginn: 19:30 Uhr.

 

Rückblick Kindertag 2015

Viele kleine und große Baumeister waren beim diesjährigen Kindertag voll in Aktion. Die  Sporthalle unserer „Black Forest Academy“ verwandelte sich kurzerhand in eine Großbaustelle auf der 80.000 Holzbausteine zum Einsatz kamen.

Der Kreativität von ca. 230 Kindern im Alter von 6–11 Jahren waren dabei keine Grenzen gesetzt. Es entstanden Häuser, Türme, Brücken, Straßen und Flughäfen. Einige bauten die Arche Noah nach und vertieften so spielerisch die zuvor gehörte Bibelgeschichte. Das abwechslungsreiche Programm aus Mitmach-Liedern, Erzählungen, Spielen und einer Zirkusvorstellung begeisterte alle Beteiligten.



Viele Kinder wurden auch in ihren Herzen berührt und kamen mit ganz unterschiedlichen Fragen zu den Mitarbeitern, um diese zu besprechen und/oder gemeinsam für ihr Anliegen zu beten.  Etliche vertrauten sich – so wie damals Noah – Gott an und dankten ihm, seine Kinder zu sein. Viele Kinder, insbesondere der „Christlichen Schule Kandern“ und diejenigen die unsere monatlichen KiSaKa Kindersamstage in Kandern besuchen, hatten sich schon sehr auf den großen Kindertag gefreut und dankten auch den „Baustellen“leitern Silvia und Thomas Kirchenmaier. Eine große Zahl von Helfern aus anderen Werken und Kirchengemeinden sowie die Studenten unserer Musikakademie unterstützten den Kindertag – dafür allen ein ganz herzliches Dankeschön!

Zum Trommelworkshop an den Polarkreis

Schüler der Black Forest Academy komponiert für Festival „Nordic Light“

Kandern (bcm). Grönland, Island, Finnland. Für Tyler Kramlich war es ein außergewöhnlicher Sommer. Der 17-Jährige BFA-Schüler erhielt ein Stipendium für das „Nordic Light Festival“. Unter Anleitung bekannter nordischer Musiker lernte er das Spielen auf der Inuit-Trommel sowie den traditionellen Gesang der Samen, das Joiken.

Das „Nordic Light Festival“ bringt jedes Jahr 325 junge Musiker, Schauspieler, Artisten und Filmemacher aus Skandinavien zusammen. Höhepunkt und Abschluss der Workshops ist die Uraufführung eines Werkes, das eigens erarbeitet wird. Tyler Kramlich hatte sich für das Stipendium mit einem Video beworben. Der 17-Jährige Amerikaner wuchs in Schweden auf und besitzt die Schwedische Staatsbürgerschaft. „In Schweden spielte Musik eine große Rolle“, erzählt Tylers Mutter, Debbie Kramlich. Von klein auf lernte Tyler Blockflöte, später kamen Klavier, Cello und Saxophon hinzu. Sein erstes Stück komponierte er bereits mit fünf Jahren. „Musik ist mein Medium, um Emotionen und Gedanken auszudrücken“, erzählt Tyler.

Als ein ehemaliger Lehrer ihn auf das Nordic Light Festival aufmerksam mache, bewarb sich Tyler mit einem Video, auf dem er unterschiedliche Instrumente spielte und ein von ihm komponiertes Stück einreichte. Gemeinsam mit 14 anderen Jugendlichen wurde er für den Musikworkshop ausgewählt. Die Gruppe reiste zunächst nach Illulissat, Grönland. Die Stadt liegt 200 Kilometer nördlich vom Polarkreis. „Sämtliche Häuser sind auf Stelzen gebaut und die gesamte Abwasserleitung verläuft oberirdisch“, erzählt Tyler über seine Eindrücke. Auch die vielen Schlittenhunde vor den Häusern fielen ihm auf. Höhepunkt war ein Bootsausflug zu den Eisbergen, die vor der Küste trieben.

Während drei Tagen lernten sie die Kultur der Inuit kennen und erhielten Unterricht im Spielen der Inuit-Trommel. Das Fell der Trommel ist aus der Magenhaut von Eisbären gefertigt. Bei ihr wird nicht auf das Fell, sondern auf den hölzernen Ring geschlagen. „Wir hatten 24 Stunden Tageslicht, das bringt deinen Rhythmus ganz schön durcheinander. Man weiß überhaupt nicht, wann man schlafen soll, weil man nicht müde wird“, berichtet Tyler über die Zeit in Grönland. Zum Essen gab es viel Fisch und Yak-Fleisch.

Danach flog die Gruppe nach Island. Die Hauptstadt Reykjavik ist bekannt für avantgardistische elektronische Musik und dort stand das Experimentieren Computersounds im Mittelpunkt. Und weiter führte die Reise in den Norden Finnlands.

Der Workshopleiter für samischen Gesang war kein anderer als der bekannte Norwegische Musiker Frode Fjelheim, der den Titelsong für den bekannten Disney Film „Die Eiskönigin“ komponierte. Während des Seminars studierte Tyler den traditionellen Gesang der Samen, das Joiken. Um die eintönigen, gutturalen Töne hervorzubringen, bedarf es einer ganz speziellen Technik. Von Fjelheim erhielt Tyler ein großes Lob für seine Musikstücke. Gleichzeitig gab ihm der Komponist einen Tipp mit auf den Weg: „Ich muss bei der Bearbeitung darauf achten, nicht zu viel in ein Stück zu packen, sondern mich auf ein Thema zu konzentrieren und das weiter in die Tiefe führen“, erzählt Tyler.

Nach den zehntätigen Workshops trafen alle 325 Teilnehmer in der finnischen Stadt Joensuu für das Abschlusskonzert ein. Tyler wurde mit der Komposition und Zusammenstellung der Musik beauftragt. Keine einfache Aufgabe für den 17-Jährigen. „Das hat mir doch einige schlaflose Nächte beschert“, meint er. Er wählte überwiegend klassische Elemente, in die er ein Joik-Thema einbaute.

Die Show wurde im Juli auf einer Open Air Bühne am Ufer eines Sees vor 2000 Zuschauern aufgeführt. Dabei hatte Tyler mit seinem Cello einen außergewöhnlichen Auftritt: Gemeinsam mit einer Flötistin und einem Violinisten in einem Boot sitzend, das über die Lagune gezogen wurde.

Für den Schüler war die Teilnahme eine der „größten Erfahrungen in meinem Leben.“ Für das anstehe Studium will sich Tyler Kramlich nicht ausschließlich auf Musik festlegen. „Musik und das Komponieren von Stücken wird immer Teil meines Lebens sein. Ob beruflich oder einfach aus Freude an der Musik.“