Endlich wieder Livekonzerte planen und mit lokalen Kirchen und Gemeinden durchführen, endlich wieder eine Speerspitze unserer Öffentlichkeitsarbeit aktivieren! Allergrößte Vorfreude und Zuversicht für eine Adventkonzert-Tournee mit Danny Plett lagen in der Luft. Die Entspannung der „Coronalage“ im Sommer, entsprechende öffentlichen Ansagen und die Nachfrage durch zwölf Veranstalter in vier Bundesländern ließen die Planung sehr konkret werden. Flugtickets wurden gebucht, Autos waren fertig zum Beladen, der Ticketvorverkauf lief, Crew und Band waren bereit, Hygienekonzepte wurden gestrickt. Rechtzeitig vor dem 1. Advent sollte es losgehen.

Und nun? Exakt eine Woche vor dem ersten Konzert der Stop. Es war ein schmerzvoller Schritt, aber wir gingen ihn proaktiv, sehr einmütig und in der Gewissheit das Richtige zu tun. Bis dahin hatten bereits ein Drittel der Veranstalter unter dem Druck der Auflagen von sich aus abgesagt. Ein weiteres Drittel überlegte noch hin und her. Und ein letztes Drittel war absolut entschlossen. Alle hatten hart gearbeitet, verdienen größten Respekt und Anerkennung. In unseren und auch in den Überlegungen vor Ort spielte sich wohl das ab, was Gesellschaften weltweit derzeit vor echte Zerreißproben stellt. Wenn nun auch die Enttäuschung tief sitzt, alle Veranstalter, auch die absolut entschlossenen, reagierten verständnisvoll und unterstützen unseren Entschluss. Das ist außergewöhnlich.

Am nachdenklichsten machte uns allerdings, dass die Frage nach der Durchführung von Präsenzveranstaltungen wie Gottesdiensten oder Konzerten derzeit offenbar echte Sprengkraft hat. Bei allen nachvollziehbaren politischen Diskussionen, aber sind wir Christen nicht die mit der Berufung als Hoffnungsbringer und Friedenstifter? Und gerade in der Adventszeit, geht es da nicht um die Ankunft des Friedefürsten Jesus? – Unterm Strich ist ein großer Teil unserer Entscheidung für die Absage also auch mit der Hoffnung und dem Gebet verbunden, dass wir Last und Druck abnehmen konnten, damit lokalen Kirchen und Gemeinden zur Ruhe kommen können. Dass unsere Konzerte, die wohltuende Orte der Friedensbotschaft des Friedefürsten Jesus sein sollen, zu potenziellen Zankäpfeln werden, dieser Preis erscheint uns zu hoch. Wir fühlten dies als unsere zentrale Verantwortung, viel mehr als alle Hygienekonzepte und Reglementierungen.

Ja, wir wollen Hoffnungsbringer und Friedenstifter im Auftrag und im Namen von Jesus sein. Deshalb würden wir Dich gerne mit einem Livestream-Konzert beschenken, am Abend des 10. Dezember aus Witten. Wie sehr würden wir uns freuen, wenn Du Dich via YouTube-Livestream zuschaltest. Natürlich, dasselbe ist es nicht. Das holen wir ja vielleicht schon im Mai/Juni 2022 nach, wenn wir die nächste Konzerttournee planen. Vielleicht auch bei Dir? Frag doch einfach einmal an! Auf unserer Website und in unserer NewsMail halten wir Dich gerne auf dem Laufenden. Der Livestream wird sicher ein schönes, wohltuendes Erlebnis. Im Advent 2020 machten wir eine außergewöhnlich gute Erfahrung damit.

Als Team wünschen wir Dir einen gesegneten, friedvollen Advent.