Mit dem frühen Ostersonntagmorgen verbinde ich seit meiner Kindheit zu allererst nicht etwa Eiersuche, Osternest oder einen Urlaub. Sehr eindrücklich erinnere ich mich an das Posaunenblasen auf dem großen, zentral gelegenen Friedhof meiner Heimatstadt.

An jedem Ostersonntagmorgen um 7 Uhr stand dann immer eine kleine Bläsergruppe in der Mitte des Friedhofs unter dem großen steinernen Kreuz und spielte einige wenige Osterlieder, nicht mehr als 20 Minuten. Je nach Zeitpunkt des Osterfestes im Jahr war es kalt und dunkel, mal schneite es und ein andermal war es bezaubernd schön. Es gab ein winziges Publikum, das aber nicht klatschte. Nach den Liedern wünschte man sich „Frohe Ostern“. Und das war’s dann auch schon. Als ich als Kind erstmals dabeistand, fand ich das seltsam und langweilig. Als Jugendlicher spielte ich selbst Trompete, war dabei und fand es immer noch seltsam. Warum das alles, wenn doch keiner zuhört, wenn es kalt ist und man dafür so unbarmherzig früh aufstehen muss?

Wenn ich heute daran denke, bekomme ich Gänsehaut. Was für ein herzerwärmend schönes Sinnbild ist das?! Einige Wenige verkündigen inmitten von Gräbern, diesen steingewordenen Denkmälern des Todes, das leere Grab Jesu, Seinen Sieg über den Tod. Eine Handvoll Menschen bekommen es mit. Keiner applaudiert. Die Bläser selbst gingen zuvor einsam durch leere Straßen, verrichten ihr Posaunenspiel vielleicht frierend oder müde. Aber sie sind da. Immer. Komme was wolle.

Ich höre Menschen heute sagen, dass Ostern zu feiern in diesen so viel zu lang andauernden, elenden Pandemietagen doch keinen Spaß macht, ganz ohne Urlaubsreise oder große Familienfeier, mit deutlich gedämpfter Stimmung und einfach nur großer Politik- und Lockdown-Müdigkeit. Stimmt. Schönzureden gibt es da nichts. Ich mag es auch nicht mehr hören. Und wieder denke ich an die Bläsergruppe, die unbeirrbar, in aller Unscheinbarkeit und Treue inmitten von Gräbern das Leben herausposaunt und sich dies etwas kosten lässt.

Das soll Ostern 2021 sein: Unbeirrbar, gegen alle Widrigkeiten, unaufhörlich, manchmal vielleicht trotzig oder ohne dass es viele mitbekommen und todmüde den Sieg von Jesus über die Macht der Sünde und des Todes feiern, und sei es auch noch so gedämpft.

Ich wünsche dir mit deinen Liebsten von ganzem Herzen ein gesegnetes Osterfest, voller Gänsehaut und unverrückbarer Freude über Jesus. Der HERR ist auferstanden! …


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Herzlich, familiär und sehr fröhlich ging es am Vorabend des 4. Advent 2020 zu. Bis zu 1.650 Zuschauer aus mindestens neun Ländern verfolgten das per Video-Stream live aus Kanada übertragene Live-Konzert von Danny Plett.

Gemeinsam mit Tochter Lindsey und Schwiegersohn Brandon beschenkte er uns vorweihnachtlich mit Liedern, anrührenden Texten, der klaren christlichen Weihnachtsbotschaft und ganz viel Herz.

Für inzwischen über 42.000 Aufrufe sind wir und Kooperationspartner Gerth Medien sehr dankbar. Der Live-Chat während des Konzerts sowie die Kommentare überraschten uns im besten Sinne und lieferten den Beweis, dass auch in online-Programmen so etwas wie Gemeinschaft entstehen kann.

Das Adventskonzert, ein mutiges Unternehmen, in das sehr viel Improvisation geflossen ist und für das manche Rückschläge gemeistert wurden, war noch bis Ende Januar auf YouTube zu sehen.

Übrigens: Weitere Konzerte mit Danny Plett sind für 2021 und darüber hinaus in Planung. Vielleicht auch mit Ihnen als Veranstalter? Ihre Anfrage richten Sie bitte per E-Mail an info@teachbeyond.de oder info@danny-plett.de. Wenn Sie die Konzertarbeit durch Ihre Spende unterstützen wollen, auf unserer Spenden-Website ist dazu Gelegenheit.