„See yourself. See God. Be visible.“ Als Musiker authentisch leben – wie geht das?

Interview mit Silvia Eglès, Musikerin, Dipl. Pädagogin an der SchallWerkStadt

Wie verlief dein Weg in die Musik?

Sie hat von Anfang an mein Leben geprägt. In meiner Herkunftsfamilie wurde viel gesungen und gespielt. Es gab natürlich oft Diskussionen über Stilfragen. Persönlich habe ich ein sehr genaues Gehör von meinem Vater geerbt und war immer eine gute Chorstimme. Sauber und unauffällig. Leider hatte ich in Bezug auf Musik und Christen die Erfahrung gemacht, dass die „Qualität“ bei den „Freikirchlern“ oft sehr mittelmäßig war, obwohl das Herz für Gottes Sache groß war. Die musikalisch wirklich reizvollen Chorprojekte fand ich in der katholischen Kirche, wo die Texte der klassischen Stücke der absolute Hammer waren, ich aber um mich herum kaum jemanden wahrnahm, dem die Begeisterung über Gottes Größe ins Gesicht geschrieben war. Diese Diskrepanz zwischen krassem Gott und gelangweilter Musik hat mich echt beschäftigt. Dass Gott in Sachen Musik noch etwas mehr mit mir vorhätte, hab ich lange nicht kommen sehen. Mit 17 war ich zum ersten Mal auf eine „One Accord Tour“ vom Janz Team mit Danny Plett dabei. Für die, die das noch nie gehört haben, kann man dieses Projekt als „Adonia für junge Erwachsene“ ohne Schauspielerei umschreiben. Ich war selbst überrascht, dass ich da ein Solo singen durfte und war erstaunt, dass Menschen meine Stimme mochten.

Auf diesen Touren mit Danny Plett kam endlich zusammen, was zusammen gehört: Das Streben nach Exzellenz, wirklich hart zu üben, um das Beste für Gott geben zu können und die Begeisterung für den Glauben überfließen zu lassen. In dieser Zeit lernte ich schon meinen Mann Marc kennen, der damals schon beeindruckend gut an der Gitarre war. Wir gründeten mit Freunden unsre erste Band. Jahre später studierte Marc für ein Jahr in Memphis am „Visible Music College“, danach schloss ich meine Soz. Päd. und Sonderpädagogik Studium ab und wir fragten Gott, was er denn noch mit uns vor hat. Daraufhin fragte uns Danny Plett, ob wir nicht als Songwriter-Paar in der Musikabteilung des damaligen „Janz-Teams“ mitarbeiten wollen. Und da war ich plötzlich Musikerin von Beruf. Es war eine intensive Zeit. Wir haben einige CD’s veröffentlicht, viel gespielt, waren mit tollen Berufsmusikern unterwegs.

Der Bedarf nach musikalisch und geistlicher Förderung für Künstler wurde uns in dieser Zeit immer wieder stark bewusst. Wir lernten kennen, wie hart das Leben der freischaffenden Künstler ist. Wie schwer es ist, verbindliches Christsein und Gemeinschaft zu leben, wenn man jedes Wochenende unterwegs ist. Wir haben manche Leute getroffen, die eine tiefere und gründlichere Vorbereitung gebraucht hätten, bevor sie in dieses Leben als Musiker einsteigen.


Seit der Gründung der SchallWerkStadt unterrichte ich das Fach „geistliches Leben“, weil ich gerade dieser Frage „Was braucht es, um eine starke Persönlichkeit zu werden, die Gott irgendwo gebrauchen kann“ mit unseren Studenten nachgehen will.

Inwiefern prägt Musik eigentlich unser Leben?

Die Entwicklungen in unserer Welt und Jesu Aussagen, dass Gottes Reich hier in dieser Welt schon begonnen hat, bringen uns in die Auseinandersetzung, wie das zusammenpasst. Ich glaube, dass sich Gottes Reich in all dieser Zerbrochenheit dann ausbreitet, wenn seine Kinder in dem leben, das er in sie hineingelegt hat.  Für künstlerisch begabte Menschen bedeutet das, dass sie als Persönlichkeiten reifen und Schätze entwickeln, um sie weiterzugeben.


Diese Welt und unsere Gemeinden brauchen das, was Kreative zu geben haben, um Gott zu begegnen.  Es geht ein großer Schatz verloren, wenn die Kunstschaffenden nicht in Freude, Mut, aber auch Einfühlungsvermögen das weitergeben, was in ihnen steckt.Gott hat uns mit so vielfältigen Gaben ausgestattet, dass alle Gleichmacherei ein Hohn an seine Kreativität ist. Erinnern wir uns an die Stelle wo Paulus sagt, dass wir ein Leib mit vielen Gliedern sind. Wenn Lobpreis und Anbetung bei jedem gleich klingen, dann machen wir irgendwas falsch. Wenn wir Texte in Kategorien von christlich und weniger christlich einteilen, dann bilden wir Beurteilungsschablonen, die rein gar nicht dem Herz und der Berufung des Künstlers gerecht werden.

Was soll eigentlich die Trennung zwischen christlicher und weltlicher Musik? Wie wäre es mit einer Differenzierung in inspirierende  und  uninspirierende Musik in ehrlich – originell oder billig- nachgeplappert?

Sowohl in der christlichen Welt als auch im säkularen Bereich haben wir es mit viel Verlogenheit und Masken zu tun. Deshalb ist nichts so wichtig, wie dass ein Musik- und Kunstschaffender seinen Charakter und seine Persönlichkeit kennt und schärft, um seinen Platz einzunehmen, da wo er hinkommt.

Unsere Partner Schule in Memphis arbeitet nach dem Motto: „See yourself. See God. Be visible“ und das ist genau der Kern von authentischem Christsein als Künstler in dieser Welt:

1. Sieh dich selbst. Wir dürfen uns selbst kennenlernen, mit allen Besonderheiten, Stärken und Schwächen, wir dürfen auch die unangenehmen Wahrheiten anschauen, daraus kommt Wachstum.

2. Sieh Gott – wir dürfen Gottes Wesen und seine Absichten und Gedanken für uns und unsere Umgebung mehr und mehr erkennen. Diese Momente können ganz neue Weichen stellen. Können unsere Sicht auf alles verändern. In diesen Momenten können wir Aspekte unserer Berufung erfahren.

3. Sei sichtbar – wir dürfen aus dieser Identität und Beziehung heraus sichtbar und hörbar leben. Das hat eine Wirkung auf die Menschen um uns herum. Je ehrlicher und klarer wir durchs Leben gehn, desto klarer kann Gott sich durch uns zeigen.

Christine Caine hat den Satz geprägt: „Scheinwerferlicht tötet.“ Du kannst nur unbeschadet im Scheinwerferlicht stehen, wenn das Licht, das in dir ist, heller strahlt als das Licht, das von aussen auf dich trifft. Denn dieses Licht, von dem Christine Caine spricht, das braucht Zeit, das entsteht in Schwierigkeiten, wo wir Krisen allein mit Gott ausmachen müssen, es jeweils so viel heller, wie unsere Beziehung mit Gott wächst.. Matt Redman hat in einem Kapitel des Buchs „The heart of worship“ die Geschichte von David umrissen und gesagt, dass Davids Größe und Treue zu Gott in der Einsamkeit auf den Feldern bei den Herden wachsen musste. Er sang seine Lieder nur für Gott. Und weil ihm diese Zweisamkeit mit seinem Gott so viel wichtiger als alles andere wurde, konnte er später der beliebteste und mächtigste Mensch der damaligen Welt werden, ohne größenwahnsinnig zu werden. Matt Redman vergleicht unser Leben mit einem Segelboot. Das Boot ist nur dann seetauglich, wenn das Gewicht des Teils das unter der Wasseroberfläche liegt, schwerer als alles andere ist, das darüber liegt. Wenn es nicht so ist, wird es bei jedem Sturm hoffnungslos untergehen. Wir brauchen diese Zeit im Verborgenen mit Gott, um den Stürmen des Lebens standhalten zu können.

Was rätst du Leuten, die Sänger, Musiker oder Songwriter werden wollen? 

Der Weg lautet: üben, üben, üben. Ich sage immer: Messe dich nicht an deinem Jugendkreis, spiele die Licks von richtig guten Musikern nach. Lerne Klavier und Musiktheorie. Es gibt manche erfolgreiche Künstler, die das nicht können, aber sie haben es einfach viel schwerer. Eine Ausbildung/Studium anstreben, die dich genau in dem Bereich ausbildet, das dein Ding ist (Popakademie, Deutsche Pop, Dinkelsbühl, the school Hamburg. Und warum nicht die SchallWerkStadt in Holzen?

Sind denn Begabung und Fertigkeiten Gegensätze? 

Wir lernen ein Leben lang. Wir sind wandlungsfähig. Unser Charakter ist nicht so leicht wandlungsfähig. Dieser wird durch unsere Familie, unsere Kindheit und durch die täglichen Entscheidungen geformt. Wenn wir erst mal erwachsen sind, fällt uns Veränderung viel schwerer. Aber er ist das, was ganz stark auf unsere Umwelt wirkt. Ich war schon mit Leuten musikalisch unterwegs, die Wahnsinns Musiker waren, aber charakterlich so anstrengende, ich-bezogene Zeitgenossen waren, dass ich für eigene Projekte lieber Musiker angefragt/gebucht habe, die gute Musiker und tolle Persönlichkeiten waren. Deshalb hab ich noch eine Botschaft an alle Künstler: Bittet Gott, euch in seine Charakterschule zu nehmen. Seid bereit dafür, von ihm und anderen Menschen „geschliffen“ zu werden. Weicht schweren Aufgaben oder solchen, die keiner sieht, nicht aus. Stellt euch schmerzhaften Prozessen in eurem Leben. Sucht euch einen reifen Menschen, mit dem ihr offen über eure Schwachstellen sprechen könnt. All das ist so unglaublich wertvoll in eurer charakterlichen Entwicklung. Wenn ihr Gott erlaubt, in euren jungen Jahren zu prägen, dann ist im Grunde egal, was ihr später macht. Er kann auch für alles gebrauchen.

Quellen und hilfreiche Literatur

zu Anbetung als Lebensstil:

Redman, Matt: the unquenchable Worshipper, Regal Books, 2001 (Deutsche Übersetzung: The heart of worship)

Noland, Rory: Das Herz eines Künstlers, Gerth Medien 2002

zu Charakter und Emotionale Reife:

Scazzero, Peter: Glaubensriesen Seelenzwerge? Brunnen Verlag Gießen, 2008

„Schule war eine Erfindung von Christen!“

TeachBeyond  hat international drei Schwerpunkte:

  • Schulen vom Kindergarten bis zur 12. Klasse
  • Universitäten und Erwachsenenbildung
  • Informelle Bildungsangebote, z.B. English Camps

Dr. Peter Regez, im Vorstand von TeachBeyond Deutschland tätig, ist Leiter TeachBeyond von Europa, Eurasien und Teilen Afrikas.

Du hast mit deiner Frau eine aufwändige Reise nach Kinshasa getätigt. Warum?

TeachBeyond hat im September 2015 mit einer christlichen Schule in Kinshasa angefangen. Da wir fünf Jahre in Kinshasa gelebt und dort viele Kontakte haben, ging es mir und meiner Frau darum, das Netzwerk von Beziehungen für die Schule  zu stärken.

 Und gleich danach ging es nach Brasilien. Was ist dort das Ziel?

In Brasilien trafen sich der internationale Vorstand und das internationale Leitungsteam von TeachBeyond. In Curitiba im Süden des Landes fand schon 1965 die erste evangelistische Veranstaltung des Janz Teams statt, und ab 1970 wurde in der Stadt Gramado ein christliches Schulungs- und Freizeitheim aufgebaut. Es ist wichtig für den internationalen Vorstand, Arbeiten vor Ort kennen zu lernen.

Wie kommen eigentlich Kontakte zu TB Deutschland zustande?

Viele im Ausland hören einfach von uns und melden sich von sich aus. So fragten beispielsweise Leute aus  Tadschikistan: „Können wir nicht auch hier English camps haben, wie ihr sie habt?“ Oder dann kommt eine Anfrage aus dem Nordirak, wo jemand  eine Schule für jesidische Vertriebene aufbaut und Hilfe braucht, usw.. Ich nehme das Anliegen oder die Anfragen jeweils auf, auch wenn ich im Moment nicht weiß, wo wir helfen können. Es braucht viel Gebet, und manchmal öffnet sich unverhofft eine Tür zu einem Kontakt mit einer Person, die genau dieses Anliegen hat und helfen kann. .

Wenn dann so ein Kontakt steht: Worin besteht dann der Beitrag von TB?

Nun, zum einen versuchen wir, Mitarbeiter zu finden, treiben Teamentwicklung oder coachen die Teamleiter. Neulich habe ich deshalb die fünf Teach Beyond Lehrkräfte an der internationalen Schule in Spanien besucht.

Dein Hauptanliegen ist Vernetzungsarbeit….

Ja, das ist mein Anliegen: Vernetzung der Bildungsarbeiter mit einem geistlichen Anliegen auf verschiedenen Ebenen in verschiedenen Ländern.  Aber  mich treibt auch das Thema der Gründung von Schulen in Europa um. Es geht darum, im besonderen christliche Schulen auf eine breitere akademische Basis zu stellen und ihnen Niveau zu geben. Eine christliche Schule ist ja nicht eine zweite Kirche, sondern eine Schule.

Welche Art von Partnerschaft wünschen sich die oben angesprochenen Schulen?

Manchmal geht es darum, von TB global eine  Start-up Finanzierung zu bekommen oder im Bereich Administration Unterstützung zu erhalten. Bei bereits bestehenden internationalen Schulen ist unser Beitrag der, dass wir Lehrer rekrutieren, vorbereiten und aussenden. In einigen Städten in Tschechien und Ungarn arbeiten Lehrer von TeachBeyond auch an öffentlichen Schulen.

In welchen europäischen Ländern bietet TeachBeyond Dienste an?

Westeuropa/EU: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Spanien, Portugal, England, Tschechien, Ungarn.

Osteuropa und Russische Föderation: Weißrussland, Moldawien, Ukraine, Russland

Balkan: Albanien, Serbien, Kosovo

Dazu kommen einige Dienste in Zentralasien

Schwerpunkt Osteuropa: Wie ist diese Arbeit „im Osten“ eigentlich entstanden?

Als sich der Eiserne Vorhang öffnete entstanden Dienste unter Gemeinden und später auch die Möglichkeit, Lehrkräfte an internationale Schulen auszusenden.

Was die Bildungslandschaft in Frankreich betrifft, machst du derzeit interessante Beobachtungen… 

In den letzten 25 Jahren sind in Frankreich etwa zwanzig christliche Schulen entstanden. Letztes Jahr gab es 30 Initiativen zu Schulgründungen. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Gesetzgebung im Schulbereich ausschliesslich humanistische Bildung will und sich atheistisch gibt. Das führt bei vielen Eltern zu Unbehagen. Das Bedürfnis nach Werten und „religiöser“ Erziehung wächst.

Wie sieht die Situation in Deutschland aus?

In Deutschland gibt es bereits eine blühende Schullandschaft christlicher Schulen und wir fragen uns derzeit, wo wir bestehenden unter die Arme greifen können oder nach dem Modell der bilingualen Schule Christliche Schule Kandern (CSK) neue gründen. Dazu haben wir uns mit dem gesetzlichen Rahmen auseinandergesetzt und uns mit dem Vorstand der Freien Evangelischen Schule (FES) Lörrach sowie dem Vorstand des Verbands Evangelikaler Bekenntnisschulen Schulen (VEBS) zusammengesetzt. Das war ein Augenöffner für uns! Ich erinnere mich, wie ein leitender Vertreter der Bewegung christlicher Schulen sagte: „Schule war eine Erfindung von Christen!“

Du bist Leiter Europa – wie stemmt man diese Arbeit?  

Mit allen 20 Teamleitern führe ich einmal im Monat über das Internet ein Konferenzgespräch und gebe dazu ein Thema vor. Das war beispielsweise einmal das Thema „Funding raising“ oder die internationalen Regeln von TeachBeyond und ihre Umsetzung vor Ort.

Du hast da einen kühnen Traum….  

Am allerliebsten würde ich dazu beitragen in Deutschland eine Fakultät für christliche Lehrkräfte aufzubauen.

Der Knackpunkt ist ja der: Wir haben zwar christliche Schulen, aber wir haben keine Ausbildungswege, die spezifisch Lehrer für diesen Auftrag ausbilden.

Ein wunderschönes Zuhause, fern von Zuhause – das neue „Janz B&B“ in Kandern

Wir geben Reisenden ein Zuhause – fern von Zuhause!

So hatten wir diesen Monat einen Gruppe von neuen Missionaren, welche hier eine Schulungswoche verbrachten. Sie hatten das ganze Haus für sich, haben sich zum Mittag- und Abendessen in unseren Räumlichkeiten verpflegt und haben unseren Meetingraum als Schulungsraum genutzt. Sie sind in dieser Zeit zu einem Team zusammengewachsen, konnten sich durch das Zusammenwohnen kennenlernen und einander selbst auch dienen. Es bot ihnen ein sicheren Rahmen.
Eltern von BFA Schülern bieten wir nicht nur eine günstige Übernachtungsmöglichkeit, sondern haben durch die Erfahrungen von Michelle und Troy auch die Möglichkeiten, die Eltern in schwierigen Situationen zu unterstützen und zu begleiten.


Wir erleben sehr viel Begeisterung hier durch die Missionare und Menschen die von der ganzen Welt zu uns kommen und uns berichten, was Gott in den jeweiligen Einsatzorten tut. Und es ist wunderbar zu sehen, wie unsere Gäste sich untereinander anfreunden oder auch wiedertreffen.

Gebet benötigen wir für die Besetzung der Position von Michelle und Troy Gallagher, da diese ab Juni 2016 wieder nach USA zurückgegehen und dafür das Gott uns weiterhin Gäste bringt, sodass wir den Betrieb aufrecht halten können. Weiteres, auch das, was an Spendenaufkommen notwendig ist, ist dem neuen Spendenmailing zu entnehmen. Es geht diese Tage an Sie heraus.

Jugendgemeinden gründen – ein Intensivkurs beim CVJM

Bildungsarbeit hat das Potential Menschen nachhaltig zu verändern – dafür steht TeachBeyond Deutschland!

Gerade gehe ich die Feedbacknotizen von dem Intensivkurs „Jugendgemeinden gründen und Jugendarbeiten wiederbeleben“ am CVJM Kolleg https://https://cvjm-kolleg.de/ durch und bin glücklich.

Glücklich, weil 17 Studierende mit Richard Moore und mir gemeinsam über Gründerpersönlichkeiten, Gründerteams nicht nur nachgedacht haben, sondern von und miteinander gelernt. Hindernisse auf dem Weg zur Neugründung/Neubelebung waren dabei genauso Thema wie die Motivation durch Gottes Mission, Projektplanung und die DNA einer Gemeinschaft.

Die Gesprächsrunden, die Gruppenarbeiten und die Skizzen eigener Gründungsprojekte, die in diese Kurs entstanden sind, gaben dem Lern- und Lehrgeschehen persönliche und praktische Aspekte, die ganz positiv aufgenommen wurden. Richards und mein Eindruck war, dass die Teilnehmer ein ganzes Stück weiter auf dem Weg sind, die Jugendarbeit und Jugendgemeindearbeit in Deutschland zu erneuern und wir sind froh einen Beitrag dazu gegeben zu haben.


Wir sind froh, einen Beitrag zur Erneuerung der Jugendarbeit in Deutschland geleistet zu haben.

Neuer Name: LeapNetwork wird „Abteilung Theologie & Innovation“

Innovation und Theologie – wie kann das zusammengehen? Theologie und Theologen sind für viele „miefig“, für viele nicht wirklich relevant. Es rangiert bei den Fächern, die gerne studiert werden, nicht gerade an erster Stelle.

TeachBeyond Deutschland denkt da anders und setzt Schwerpunkte. Eine ihrer Mitarbeiter, Benjamin Rudolph, der vor vier Jahren zur Bildungseinrichtung hinzustieß, gründete zunächst das sogenannte LEAP Network, weil Netzwerken ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist.

Im letzten Leadership Meeting ging Rudolph darauf ein, warum sich dieser Name nun verändert hat, verändern muss. Er und sein Team stehen dafür ein, dass Theologie frisch, mutig und innovativ daherkommen und sich in Gesellschaft und Gemeinde modern Ausdruck verschaffen. Neben praktischer Theologie sind der Leiter und Coleiter dieser Abteilung ständig mit theologischer Forschung beschäftigt, verfügen über einen Mastertitel oder arbeiten daran.

Zur  Abteilung Theologie & Innovation gehören insgesamt vier Mitarbeiter. Leitung und Coleitung haben Benjamin Rudolph und Björn Wagner inne, des Weiteren sind Richard Moore und Curtis Coston damit beauftragt, unter anderem auch „Missionale Jugendarbeit“ zu betreiben.

Ein Missionswerk wird zum Bildungsunternehmen und gestaltet den Wandel

Als gemeinnützige Bildungsorganisation, die in ihren verschiedenen Formen des informellen und schulischen Unterrichtens auf christliche Werte baut, stellte sich bezüglich der aktuellen Flüchtlingssituation TeachBeyond folgende Frage: „Was sind uns die Geflüchteten in unserer Region eigentlich wert? Wie können wir sie spüren lassen, dass sie in Gottes und unseren Augen geliebt sind wie wir selbst?“

Die Antwort fiel sehr konkret aus und mündete in drei Projekten, darunter einem Wohnprojekt. Bei der „Integrativen Hausgemeinschaft“ in Malsburg bei Kandern geht es darum, mehr als nur Wohnraum zu bieten, nämlich einen nachhaltigen, relevanten Beitrag zu leisten. Ein sogenanntes „Dorm,“ ein Schülerwohnheim der Black Forest Academy (BFA), war gerade frei geworden und stand zur internen Vermietung an Mitarbeiter bereit. Konzeptionell liegt das Hauptaugenmerk beim Projekt auf einem Begleitungskonzept, zu dem TeachBeyond zwei Mitarbeiterinnen fest anstellte. Diese bilden sich derzeit zur Integrationsbegleitung am Europäischen Institut für Integration, Migration und Islamthemen (EIMI) fort.


Über feste Präsenzzeiten in der Hausgemeinschaft soll das Leben mit den Flüchtlingen geteilt werden.

Seit Anfang Februar ist das Haus mit 18 von 20 Geflüchteten aus Syrien und Bosnien, darunter Familien, Ehe- und Geschwisterpaare bewohnt. Fast alle sprechen Englisch, manche sogar schon etwas Deutsch. „Manche sind aufgeschlossen, manche durch schlimme Erfahrungen zurückhaltender, aber wir sind so dankbar für jede/n und freuen uns auf die gemeinsame Zeit, die wir nutzen wollen, um von- und miteinander zu lernen,“ so Leiterin Susanne Seywald. Unterstützt wird die Hausgemeinschaft von einem  Helferkreis, den die lokale Pfarrerin koordiniert. Die Sozialberatung erfolgt durch einen Kooperationsvertrag mit dem Diakonischen Werk. Zunächst sind Behördengänge, Schul- und Kursanmeldungen und verschiedene Leistungen zu beantragen. Im Rahmen von Alltagsbegleitung will das Begleitteam im ersten Schritt das Ankommen im neuen Zuhause unterstützen und viel Zeit und Gelegenheiten zum besseren Kennenlernen und Einleben geben. Schon nach den ersten Tagen wurde man von syrischer Gastfreundschaft überrascht und genoss ein gemeinsames Mahl.

„Managing your daily life in Germany/den Alltag in Deutschland meistern“

In Zusammenarbeit mit einem der größeren Flüchtlingsvereine der Region entsteht derzeit ein modulares Lernprogramm. Dabei sollen Geflüchtete  praxisorientiert  geschult werden, wichtige Dinge des Alltags und des Lebens in Deutschland verstehen und anwenden zu lernen. Sie sollen sich schnell und besser in der für sie fremden Kultur und in der deutschen Gesellschaft zurechtfinden. „Erwartungen an die Geflüchteten vonseiten der deutschen Helfer, der Bevölkerung, von Amtspersonen und anderen Bezugspersonen können vielfach gar nicht erfüllt werden, weil die Menschen aus anderen Kulturkreisen keine Kenntnisse über die Regelungen unserer Gesellschaft besitzen. Mit vielen für uns selbstverständliche Alltagssituationen kommen sie nicht klar,“ so Seywald. Im Laufe des letzten Jahres sind wiederkehrende Themengebiete aufgetaucht, die die Grundlage des Programms bilden. „Derzeit gehen wir von einer Dauer von ca. 10-12 Wochen aus, bei einem Modul pro Woche. Der Kurs kann aber auch als Block-Seminar gleich zu Beginn der Ankunft der Flüchtlinge erfolgen, wenn diese noch keinen Sprachkurs machen oder in Etappen,“ so Seywald.

Berufsvorbereitendes Computer Training für Flüchtlinge

Eine wichtige Säule der Integration von Geflüchteten stellt die Vermittlung in den Arbeitsmarkt dar. Eine Bewerbung und den eigenen Lebenslauf selbst verfassen, Briefe und E-Mails schreiben, im Internet recherchieren, um an relevante Informationen zu kommen sind wichtige Tools.


Viele hatten in ihrer Heimat nie die Möglichkeit, einen Computer zu nutzen. In Deutschland jedoch wird der sichere Umgang mit dem PC bei jungen Menschen quasi vorausgesetzt. TeachBeyond ist der Meinung, dass jeder Mensch ein Recht auf Bildung hat. Es will dies in einem vertrauensvollen und für sie ermutigendem Lernumfeld ermöglichen und hat deshalb mit wöchentlichen Computerkursen begonnen, einen leichten Einstieg in die IT-Welt ermöglichen.

 

Wer ist TeachBeyond Deutschland und Schweiz?

Mit Schulprojekten und Bildungsdiensten in den Bereichen Musik, Kinder- und Jugendfreizeiten, Lehrertrainings und Schulungen für Gemeinden ist TB weltweit in über 30 Ländern tätig. Sein Mission Statement lautet: „Als engagierte Christen wollen wir in der Welt einen Unterschied bewirken, indem wir Bildung für alle Menschen ermöglichen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf ganzheitlicher persönlicher Veränderung und nachhaltigem Nutzen für die Gesellschaft.“

Zu den Arbeitszweigen gehören derzeit die Musikakademie  Schallwerkstadt (SWS) in Holzen, sowie die Internatsschule Black Forest Academy Kindern mit über 300 Schülern aus 60 Nationen.  Eine theologische Abteilung mit einem riesigen Netzwerk und Kooperationen, sowie Camps und Jugendfreizeiten sowie ein Tonstudio in Kandern gehören dazu. Neu hinzu gekommen sind eine Bed&Breakfast Pension in Kandern sowie die Integrative Hausgemeinschaft für Flüchtlinge in Malsburg/Marzell. Zu TeachBeyond Schweiz zählt das „Léman International Academy.“

 

Die Zukunft der Kirche ist eine europäische Angelegenheit

Die Zukunft der Kirche ist nicht nur eine deutsche Angelegenheit, sondern auch eine europäische bei denen unterschiedliche Organisationen, Denominationen und Initiativen zusammen kommen. So auch durch EuroChurch.net, einer Plattform für Dialog und Förderung von Konferenzen und Tagungen. EuroChurch https://www.eurochurch.net bringt Akademiker, Leiter und Praktiker zusammen, um die Arbeit von Lesslie Newbigin weiterzuführen. Er fragte:


Wie kommt es wieder zu einer missionarischen Begegnung zwischen Evangelium und Kultur?

TeachBeyond ist durch seinen Mitarbeiter, Benjamin Rudolph, Teil des Komitees und unterstützt so die Initiativen von EuroChurch. So auch bei dem vergangenen Vorbereitungstreffen in Birmingham. 2017 wird es wieder eine EuroChurch Konferenz in Deutschland geben, in die wir unser Know-how von neuen Konferenzformaten, Lernmethoden und inhaltlichen Beiträgen einbringen werden. Die Teilnehmer sollen über die kognitive Ebene hinaus neue Lernerfahrungen machen und Möglichkeiten der Vernetzung bekommen. Das Datum für die Konferenz wird noch bekannt gegeben.

Benjamin Rudolph reiste von seinem Meeting mit EuroChurch von Birmingham  weiter nach Hannover, wo er gemeinsam mit Björn Wagner zum Runden Tisch Fresh-X, wo sich ca. 30 verantwortliche Leiter aus Landes- und Freikirchen und unterschiedlichen Organisationen trafen. Diese Tage waren voll von inspirierenden Begegnungen und wertvollen Beispielen von frischen Gemeindeformen in ganz Deutschland. Teil dieser Bewegung zu sein, ist für TeachBeyond Mitarbeiter Björn Wagner und Benjamin Rudolph sehr ermutigend und bestätigt, dass es in Zukunft weiterhin wichtig sein wird, dass wir konfessionelle Grenzen überwinden, zusammenrücken und gemeinsam für die Zukunft unserer Kirchen beten. Es gilt, neue Wege zu finden, die Menschen unserer Zeit zu erreichen.


Wir müssen konfessionelle Grenzen überwinden!

Die Gruppe bekam in Kleingruppen Einblick in bestehende Entwicklungen, Themen und Projekte. Bob und Mary Hopkins aus der anglikanischen Kirche waren an diesen Tagen auch dabei und ermutigten die Teilnehmer, durch biblische Betrachtungen und ihr eigenes Lebenszeugnis.

„All staff, get together!“ Ein neues Gefäß für die 33 Mitarbeiter bei TeachBeyond Deutschland

Das „All staff get-together meeting“ ist eine neue Erfindung bei TB Deutschland, das wie der „news Ticker“ die internen Kommunikationskanäle verbessern helfen und gestalten soll. 

Beim Meeting gestern verwiesen die beiden Geschäftsführer Markus Becker und Frank Moll auf die Vision, die Grundlage aller Arbeit ist. Eine Vision ist etwas anderes als ein Ziel. Das Ziel klärt: „Was mache ich?“ Hingegen beantwortet die Vision die Frage: „Wofür lebe ich?“ Frank Moll hat in diesem Zuge das offizielle Vision Statement von TB Deutschland überarbeitet, mit dem Ziel,  dies für alle leichter zugänglich zu machen und zur Herzenssprache einzelner Mitarbeiter werden zu lassen. Es lautet:


„Menschen durch Bildungsdienstleistungen in eine lebensverändernde Beziehung mit Jesus führen!“

Von Natalie  Rudolph erhielt das Team einen Bericht zum Haus Blauen. 18 Menschen leben inzwischen dort. Die beiden Mitarbeiterinnen für die integrative Hausgemeinschaft Susanne Seywald und Natalie Rudolph sind vielseitig beschäftigt. Behördengänge, Arztbesuche, Anträge für Harz IV und BaFöG, Einkäufe, Helferkreis mit anderen koordinieren gehören dazu.  Benny Rudolph, Leiter von „Leap Network,“ der Abteilung Theologie, beeindruckte mit einer Vielzahl von Partnerorganisationen, mit denen Leap inzwischen zusammenarbeitet. Dazu zählen der Gnadauer Verband, Fresh X, IWG, und weitere.


„Dazu zählen der Gnadauer Verband, Fresh X, IWG, und weitere.“

Wie es sich für eine christliche Community gehört, wurde viel gesungen und gebetet. Simone Moore berührte viele mit Songbegleitung und eingängigen Texten. Das Fazit von George Matthews, verantwortlich für Personalentwicklung mutet zuversichtlich an: „Das Treffen gestern war insgesamt ein guter Start in eine neue Art der Mitarbeiterbegegnung!“ Katherine Koop, zuständig für Member care bei TB Deutschland kochte für das Team eine leckere Borscht. Dankeschön!


„Das Treffen gestern war insgesamt ein guter Start in eine neue Art der Mitarbeiterbegegnung!“

Ein Beitrag von George Matthews und Richard Moore, in Kooperation mit Dorothea Gebauer. Photographie: Nigel Spencer.

 

 

Die Musik – DNA von TeachBeyond, ehemals Janz Team lebt und entwickelt sich weiter 

Eine der meist gestellten Fragen im Zuge der Veränderung von „Janz Team“ zu „TeachBeyond“ ist unter anderem diese: „Was ist aus eigentlich aus dem Janz Team Studio geworden?“  Die Antwort lautet: Es gibt dieses immer noch! Es nennt sich inzwischen das „JanzTonstudio“ und ist  in die Arbeitsbereiche A, B und C unterteilt. Das „Tonstudio A“  ist das Haupt-Tonstudio, unter der Leitung von Greg Davis. Dazu zählen drei unabhängige Aufnahmeräume. Das „Tonstudio B“ steht unter der Regie des „Senior-Tontechnikers“  John Dueck, der bereits über 50 Dienstjahre für die Organisation TeachBeyond, ehemals Janz Team unterwegs  und für die Digitalisierung und Restaurierung alter Tonbandaufnahmen zuständig ist. Das „Tonstudio C“ ist damit beauftragt, das Editing, die digitale Schnitt- und Tonaufbereitung für das Studio A zu begleiten und steht unter der Leitung von Heinrich Reisich.


 

„Wir drei schauten uns ungläubig an und schrien dann laut: Halleluja!“

Zu den Kunden des Janz Team Studio gehören der neu entstandene Bildungszweig von TeachBeyond die Musikakademie SchallWerkStadt und die Band Proclaim!, sowie eine der größten Worship-Band im Südwesten Deutschlands. Ganz aktuell hat wunderbarerweise „Biblica“, ein großes amerikanisches christliches Werk angefragt. „Biblica“  hat für sich das Mandat gefasst,  Hörbibeln in vielen Sprachen herzustellen und diese in der ganzen Welt zu verbreiten.  „Gerade sprachen wir darüber, wie interessant es doch wäre, auch mal eine Hörbibel zu produzieren. Etwa drei oder vier Tage nach unserem Gespräch kam die telefonische Anfrage von Biblica. Wir drei schauten uns ungläubig an und schrien dann laut Halleluja!“, so Heinrich Reisich.  Dieser Auftrag fordert samt Vorbereitungen mehr als 6 Monate konzentrierte Arbeit. Viele talentierte Sprecher sind bereits durch den Castingprozess gegangen. „Gut, locker, erzählend zu lesen ist eine Knochenarbeit!“ so Reisich. Zwei der begabtesten Stimmen wurden inzwischen ausgewählt. Mitte Februar wird es mit den Aufnahmen losgehen.


„Gut, locker, erzählend zu lesen ist eine Knochenarbeit!“

Wir wollen guten christlichen Musikern dienen 

Das Janz Tonstudio freut sich darauf, noch viele gute Musiker, Sprecher, Rapper, DJs in seinen Räumen begrüßen zu dürfen und wirklich coole Aufnahmen machen zu können.  Neben den Aufnahmen zählt aber auch das Fachsimpeln unter Musikern, gute Beziehungen zu glaubenskritischen Musikern zu knüpfen, oder auch junge christliche Musiker in ihrer Arbeit zu ermutigen zu den Prioritäten des Studios. JanzTonstudio will Gott auf seine Art dienen. Unter Musikern. „Vielleicht lautet unser Claim in etwa so: Immer mehr christliche Musiker – Missionare!“ reflektiert Heinrich Reisich.

Ein Blick zurück: Jede Schallplatte ist ein Missionar! 

TeachBeyond hat viele Veränderungen durchlaufen. 60 Jahre lang stand auf ihren Fahnen „Evangelisation mit Musik.“ Gemeinsam mit einzelnen Gemeinden, mit der Gemeinde-Allianz vor Ort, über Pop- und Rock Konzerte, Gospel-Pop-und-Danceflor-Chorkonzerte, oder Musik-Workshops.  „Anfänglich starteten wir Kassetten- und Schallplattenaufnahmen in unserem Tonstudio,  mit großen Tonbandmaschinen,“ erinnert sich Reisich. Schließlich folgte der Übergang ins digitale Zeitalter und den CD-Aufnahmen, bis ins aktuelle HD-Recording. „Jede Schallplatte – ein Missionar!“ war die inzwischen sehr fromm klingende Devise des Missionswerkes und des Janz Team Studios. Die Zeit blieb nicht stehen. Im Zuge der Veränderungen in den Gemeinden, in der veränderten Denke über Evangelisation, änderte sich auch der Auftrag und der Name des Werkes.

„Anfänglich starteten wir Kassetten- und Schallplattenaufnahmen in unserem Tonstudio, mit großen Tonbandmaschinen!“

Die DNA des Werkes lebt

Von Janz Team zu TeachBeyond. Die Konzentration auf die weltweite christliche Bildung hat verschiedene Zweige der vergangenen Dienste gestoppt, aber dafür neue Dienstzweige entstehen lassen. „Doch Gott sei Dank, die Musik als die DNA unseres Werkes blieb nicht auf der Strecke!“ resümiert Reisich.

Ein Beitrag von Heinrich Reisich und Dorothea Gebauer

Eine Freundschaft mit Zukunft – TeachBeyond und „Christian Associates“

Was passiert, wenn man mit Menschen zu tun hat, die an Gott interessiert sind, aber niemals in eine „normale“ Gemeinden gehen würden? Man gründet mit ihnen gemeinsam eine neue Gemeinde, deren Form von den Menschen selbst gestaltet wird.


 

Die „Christian Association“  https://www.christianassociates.org ist seit 48 Jahren mit diesem Anliegen unterwegs und gründet weltweit missionale Gemeinden unter Menschen, die erstmal keine typischen Kirchenbesucher sind. Des Weiteren liegt darin auch die Überzeugung zu Grunde: Gründet nicht eine Gemeinde, sondern pflanzt das Evangelium! Eine neue Gemeinde ist demnach die logische Konsequenz, wenn das Evangelium in dem Leben von Menschen gepflanzt wird und diese zum Glauben kommen. Klar, dass diese Gemeinschaften anders aussehen werden, wie man es beim ersten Gedanken vermutlich erwarten würde. Solche Experimente insbesondere unter Künstlern zu tun ist Marcus Fritsch, dem Europa Leiter von Christian Associates (C.A.), ein großes Anliegen. „Wir suchen Mitarbeiter die bereit sind, außerhalb der Box zu denken!“ Es geht darum Mission zu betreiben und sich in das alltägliche Leben zu investieren. Das beinhaltet sich in die Kultur einzuweben, Beziehungen zu bauen und die Menschen in Berührung zu bringen mit dem christlichen Glauben, der für die meisten ein unbekanntes Lebenskonzept ist. Wer dies mit Leidenschaft tun möchte, braucht die Bereitschaft außerhalb der Box zu denken und lange Wege mit den Menschen zu gehen.

 


Europa, und in unserem Fall Deutschland, muss mehr und mehr über die Gründung von neuen Gemeinschaften nachdenken. Gemeinschaften, die nicht einfach ein Gebäude anmieten und zu ihren Gottesdiensten einladen, sondern um Gemeinschaften, die aus einem kontextorientierten Engagement hervorgegangen sind. Wie bildet man solche Missionare und Gemeindegründer aus? Darum ging es in unserem Treffen mit Marcus Fritsch.


 

Als TeachBeyond Deutschland wollen wir gemeinsam mit C.A. über Möglichkeiten einer Weiterbildung die auf der Praxis beruht, nachdenken. Zukünftige Gemeindegründer brauchen hilfreiche Tools, um außerhalb der Box zu denken und um in neuen Kontexten Gemeinschaften zu gestalten, damit die Menschen in Berührung mit dem christlichen Glauben kommen, die Botschaft des Reiches Gottes kennen lernen und Jesus nachfolgen. Solche Gemeinschaften haben das Potenzial unsere Gesellschaft zu verändern.

TeachBeyond und Christian Associates – Eine Freundschaft mit Zukunftsperspektive.

Benjamin Rudolph, Leiter LEAP Network